Donnerstag, 1. Dezember 2022
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Joana: 4 Monate nach bestandenem Führerschein On- und Offroad durch Südamerika

Kurzprofil

Name: Joana Breitbart (Wetzlosweltwärts) | Alter: 32 | Heimat: Deutschland | Beruf: Ich arbeite als Erzieherin in der Kita/Krippe

Wie bist du zum Motorradfahren gekommen?

Ich fahre Motorrad seit sechs Jahren. Den Führerschein habe ich im Sommer 2016 gemacht. Im Herbst 2016 wollte ich nämlich zusammen mit meinem Freund Joshua zu einer einjährigen Motorradreise durch Südamerika aufbrechen. Das haben wir dann auch gemacht, da hatte ich den Führerschein gerade vier Monate in der Tasche. Nach diesem Jahr konnte ich es dann!

Was bedeutet Motorradfahren für dich?

Motorradfahren ist mein größtes Hobby und immer mit dem Reisen und dem Entdecken neuer Kulturen verknüpft. Unsere Reisen haben wir immer mit dem Motorrad gemacht – 2016-2017 Südamerika, 2020-2022 Afrika und ein Teil von Asien. Mit dem Motorrad ist man viel dichter an den Menschen dran, wenn man irgendwo anhält, ist man direkt mitten drin. Auch zu Hause fahre ich meistens mit dem Motorrad, auch zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt etc. Ein Leben ohne Motorrad wird es für mich nicht mehr geben.

95.000 Kilometer On- und Offraod durch Südamerika und Afrika ist Joana bereits vier Monate nach bestandenem Motorradführerschein gefahren.
„Mit dem Motorrad ist man viel dichter an den Menschen dran, wenn man irgendwo anhält, ist man direkt mitten drin.“ -Joana

Welches Motorrad fährst du? Warum hast du diese Maschine gewählt?

Ich fahre eine Honda CRF250L (vgl. CRF300L). Damit war ich die letzten zwei Jahre und 95.000 Kilometer unterwegs. Es ist eine kleine Reiseenduro. Sie ist zwar hoch, aber sehr leicht. Mit Gepäck wiegt sie ca. 160 kg. Super in jedem Terrain zu händeln.

„Vier Monate nach dem Führerschein auf eine einjährige Motorradreise aufzubrechen, war eine sehr große Herausforderung.“

Wenn Geld und Platz keine Rolle spielt, was steht in deiner Garage?

Im Grunde bin ich super zufrieden mit meiner kleinen CRF. Allerdings hat sie jetzt schon mehr als 100.000 Kilometer runter und ist eher für kleine Sträßchen, bzw. Offroad fahren geeignet. Für Deutschland wäre eine Maschine, die mehr auf Straße ausgelegt ist besser. Eine Honda CB500X könnte ich mir da vorstellen. Ich brauche kein riesiges Motorrad. Es gibt genug Luxus in der Welt.

Mit welcher Ausrüstung fährst du am liebsten?

Zur Zeit trage ich einen Nishua Carbon Helm*, mit dem ich sehr zufrieden bin. Er ist sehr leicht und super zu tragen. Die Motorradkombi ist von Rukka: Rukka Rimo-R GoreTex/Cordura*. Die Polster trage ich hierbei als Protektorenweste (Rukka RPS AFT D30*) bzw. Knieprotektoren* direkt auf der Haut und kann somit bei hohen Temperaturen ganz ohne Jacke/Hose fahren, um die Temperaturen zu ertragen. Ich bin super zufrieden mit dieser Lösung. Wenn es regnet, ist es immer warm und trocken, wenn es warm ist, ist es immer luftig. Meine Stiefel sind die Daytona Travel Star GTX*. Ich hatte noch nie andere Stiefel, denn diese sind sehr bequem, sicher und in jeder Situation wasserdicht.

„Auf Reisen steht man oft vor Straßen oder Pisten, wo man manchmal denkt „Ohje, ob ich das schaffe?“. Aber man schafft es immer irgendwie und wächst daran.“ – Joana

Was war deine bisher größte Herausforderung? Wie hast du sie gemeistert und hat das dein Motorrad-Leben beeinflusst?

Vier Monate nach dem Führerschein auf eine einjährige Motorradreise aufzubrechen, war eine sehr große Herausforderung. Mir hat am Anfang jeden Tag alles weh getan, ich hatte viele Stürze bzw. Umfaller und konnte die Natur um mich herum gar nicht richtig genießen. Aber ich habe mich durchgebissen, ich habe von Anfang an gesagt, ich werde nicht einfach nach Hause zurückfliegen, wenn es mal schwierig wird. Und nach drei Monaten wurde es besser, ich konnte immer besser fahren und hatte mehr und mehr Spaß.

Auf Reisen steht man oft vor Straßen oder Pisten, wo man manchmal denkt „Ohje, ob ich das schaffe?“. Aber man schafft es immer irgendwie und wächst daran. Man wird stetig besser. In meinem Freund Joshua habe ich auch einen Partner, der mir immer dabei hilft und zur Seite steht.

„Ein Leben ohne Motorrad wird es für mich nicht mehr geben.“

Gab es schon mal eine brenzlige Situation und wie hast du reagiert?

Ich hatte bereits zig Stürze mit dem Motorrad. Das passiert halt, gerade Offroad. Da ist man aber meistens recht langsam oder fällt weich, da passiert eigentlich nie etwas Schlimmeres. Ich hatte mal einen heftigeren Sturz bei regennasser Fahrbahn bei ca. 70 Sachen, habe es aber irgendwie geschafft, auf dem Motorrad zu „surfen“ und mit nichts den Asphalt zu berühren, bis wir zum Stehen kamen. Mensch und Maschine sind mit ein paar Kratzern und einem Schrecken davon gekommen.

Was darf auf einer Motorradtour für dich nicht fehlen?

Meine RAM Mount*. Ich navigieren immer mit dem Handy. Und mein kleines Maskottchen Merry. Er ist mit Kabelbindern hinter der Scheibe befestigt und fährt immer mit. Er war auch bei den beiden Reisen immer mit dabei.

Fährst du lieber allein oder in einer Gruppe Motorrad?

Ich fahre lieber alleine oder zusammen mit Joshua. Wir sind ein eingespieltes Team, wir wissen wie der jeweils andere in welcher Situation fährt, wann er anhalten will, wann er müde ist etc. Alleine fahre ich gerne, weil ich unter meinem Helm abschalten kann und in Ruhe meinen Gedanken nach gehen kann (natürlich ohne den Straßenverkehr zu vernachlässigen). In Gruppen zu fahren ist erstens anstrengend, denn man muss immer schauen, ob noch alle da sind. Außerdem ist es gefährlich, denn meistens ist das Fahrniveau doch sehr unterschiedlich. Da passiert schnell mal etwas.

Was war dein schönstes Motorrad-Erlebnis?

Meine Reisen: Die Fahrt durch die Anden in Südamerika und die Fahrt durch die ausgetrocknete Landschaft Namibias.

Von welcher Motorradtour träumst du und was reizt dich an dieser Tour?

Ich würde gerne einmal durch die Mongolei fahren. Mich reizt die Natur dort und natürlich die Menschen.

„Ich habe auf meinen Reisen Freundschaften fürs Leben geschlossen, auch über tausende Kilometer hinweg.“

Was würdest du dir selbst raten, wenn du heute mit dem Motorradfahren anfangen würdest?

  1. Man sollte erstmal mit einer kleinen Maschine und wenig PS anfangen. Dann kann man sich in Ruhe an alles gewöhnen. (Ich fahre bis heute noch 250cc). 
  2. Alleine fahren oder zu zweit.
  3. Regelmäßig fahren, auch im Winter, wenn möglich. Je weniger oder unregelmäßiger man fährt, desto langsamer macht man Fortschritte.

Was motiviert dich neue Motorrad-Abenteuer anzugehen? In welches Abenteuer möchtest du mit Vollgas als nächstes starten?

Motorrad-Abenteuer sind für mich Motorradreisen. Es motiviert mich, neue Länder und Kulturen mit meinem Bike zu entdecken. Es ist nicht immer einfach, gerade wenn es kalt ist, es dauerhaft regnet, die Straßen schlecht sind usw. Aber die Begegnungen mit den Menschen sind einmalig und lassen einen sehr viel lernen. Ich habe auf meinen Reisen Freundschaften fürs Leben geschlossen, auch über tausende Kilometer hinweg. Das bereichert mein Leben und wäre mir nie passiert, wenn ich meine Komfortzone nicht verlassen hätte.

Bisher ist kein weiteres Abenteuer geplant, wir sind ja erst vor ca. zwei Wochen von unserer zweijährigen Reise zurückgekehrt, aber mit dem Motorrad werde ich immer fahren und bestimmt irgendwann noch einmal in die Welt hinaus. Den asiatischen Kontinent und Australien habe ich noch nicht gesehen, also wer weiß.

Ist da noch etwas, was du der SHE RIDES Community gern mitgeben möchtest?

Man sollte einfach einmal los fahren. Egal ob eine kleine Tour oder eine größere Reise, Hauptsache los. Man lernt unterwegs viel mehr als zu Hause! Wer Interesse an unserer letzten Reise hat, kann bei Facebook, Instagram und YouTube unter Wetzlosweltwärts schauen oder auf www.wetzlosweltwärts.de.

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Nika
Nikahttps://sherides.de/ueber-uns
Seit ihrer Jugend ist SHE RIDES Gründerin Annika, für Freunde auch Nika, Zweirad-Enthusiastin. Mit ihrer Royal Enfield und Motorradhund Mila im Gepäck startet sie mit SHE RIDES in neue Abenteuer.

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